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m Nachhinein brennt
noch Licht.
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Der neue Roman
Was dich erwartet:
Als Valentin trotz der Abtreibungsversuche seiner Mutter in den frühen 60er Jahren zur Welt kommt, trifft er auf ihre distanzierte Kühle, den Alkoholismus seines Vaters und auf ein pädagogisches Erbe, in dem noch immer die alten Werte des Nationalsozialismus schlummern. Kindergarten, Kinderverschickung, Schule - Valentin durchläuft scheinbar klaglos die ungeliebten Institutionen, während sich die Eltern am Wirtschaftswunder und an ihrer Beziehung abarbeiten, die ebenso vergiftet ist, wie der industriell verseuchte Fluss, an dem sie leben. Doch seine Vernachlässigung, die sich aus dem täglichen Drama der Erwachsenen ergibt, verwandelt Valentin in einen nahezu grenzenlosen Freiheitsraum, den er in kindlich-ungebrochener Begeisterung erkundet, um das zu entdecken, was man ihm versagen wollte: das Leben in all seinen Farben. Die lapidar dahin gesagte Phrase seiner Mutter wird ihm dabei zum gelebten Leitsatz: „Lass dir nichts gefallen.“ Aus der dahinter liegenden Bedeutung - "sorg für dich selbst, ich kann es nicht"- macht er eine Haltung, die ihn ebenso oft schützt, wie sie ihn in Gefahr bringt. Ausgestattet mit waghalsigen, traurigen, lustigen, verstörenden und erhellenden Erfahrungen rettet er sich schließlich aus der Enge der industriellen Kleinstadt in eine Metropole, in der er schnell Karriere macht. - Ein Aufstieg, den er, statt ihn zu genießen, als Ungläubiger des eigenen Erfolgs erlebt. So bleibt er ein Suchender, auch in seinen Beziehungen. Und stellt zunehmend fest, dass nicht alles, was man hinter sich gelassen hat, dort bleibt. Dass der Blick zurück ins Damals unvermeidlich ist, um es sich zum bewältigten Nachhinein zu machen. Damit ihm gelingt, wonach er wirklich sucht ... .
Willkommen im Reichtum einer Geschichte voller Momente, Figuren, Begegnungen, Erfahrungen, Gedanken und Erkenntnissen, die dich zum Weinen und Lachen bringen wird.

Prolog
Das Nachhinein ist ein seltsamer Ort. Wenn wir ihn betreten, finden wir uns nicht nur in unserer Vergangenheit wieder, sondern gleichzeitig in unserer gegenwärtigen Vorstellung von ihr. In einem lebensgroßen, vergilbten Gemälde, das wir manchmal auffrischen, manchmal reinigen, manchmal mit neuer Farbe und schnellen Pinselstrichen übermalen möchten. Wir bewegen uns dann im Spagat. In der Mitte der Zeit, zwischen dem Hier und Jetzt und einem Damals, das erst dann ganz zu unserem eigenen wird, wenn wir es uns zum Nachhinein machen. Wir fassen es an, mit der gleichen Kraft, wie es uns anfasst. Erinnern uns, sehen, hören, riechen und fühlen das Alte wieder alt oder auf eine Weise, die uns angemessen neu erscheint. Wir gehen durch Bilder und Töne, hören Stimmen und Worte und antworten ihnen mit alten oder unseren neuen Worten. Wenn wir keine Antworten haben, ist das unsere Antwort. Auch, wenn uns ein Damals im Schlaf besucht, um uns als ungebetener Gast vergangene Formeln ins Ohr zu flüstern. Die, die uns glauben machen sollen, dass wir das Glück nicht erkannt oder zurückgelassen haben. Und immer noch nicht sehend oder genug in dieser Welt sind. Dann schrecken wir hoch und rufen das Hier und Jetzt, das uns den Atem zurückgibt, um weiter zu gehen.
Prolog abspielen:
Stimme: Simson Bubbel,
Musik: Jean Panajotoff
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Über mich
ch bin Anders. Lebe im hohen Norden, liebe meine Patchwork-Familie, mag mein altes schwedisches Auto und schreibe. Über das Leben. Von dem die einen behaupten, man hätte nur eins und die anderen glauben, es käme noch das eine oder andere dazu. Wer da am Ende Recht behält? - Wer weiß. Ich denke, wir leben im Laufe eines Lebens ohnehin schon mehrere. In den vielen kleinen Geschichten, die sich zu unserer großen, ganz eigenen zusammenfügen. Geschichten, in denen wir mal Handelnde, mal Zaungäste sind, voller Momente, die so komisch oder so tragisch sind, wie wir sie nehmen. Von denen erzähle ich. Und davon, wie daraus ein Leben wird.
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Veranstaltungen 2025
enn ein Roman auf einen Steinway-Flügel trifft:
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Am 25.05.2025 war es soweit: Anders Mill las in der "Fabrik" aus seinem neuen Roman "Im Nachhinein brennt noch Licht" - gemeinsam mit dem Schauspieler Simson Bubbel und Felix (11J.), Hamburgs jüngstem Vorleser. Begleitet wurde die Lesung von Jean Panajotoff, Hamburger Konzertpianist, der ihr mit eigens für den Roman entwickelten Kompositionen eine weitere künstlerische und emotionale Dimension verlieh. Eine speziell konzipierte Multimedia-Projektion aus Film-, Ton-und Bildsequenzen rundete die durch und durch gelungene Veranstaltung ab, sodass bei den BesucherInnen nur zwei Fragen offen blieben: "Wann dürfen wir das nochmal erleben? Und wann erscheint der Roman?" Beide Fragen werden wir so schnell wie möglich beantworten.

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Kontakt
ej, falls du Kontakt mit mir aufnehmen möchtest, wird deine Nachricht an meine Agentur "WORTE SIND FLÜGEL" weitergeleitet. Also nicht wundern, wenn sich jemand anders als Anders bei dir zurückmeldet.

